Corona und Dating: Wie verändert die Pandemie die Liebe?

Homeoffice, Ausgangssperren, Social Distancing: Innerhalb weniger Tage hat der Anstieg der Corona-Infizierten weltweit unser komplettes Leben auf den Kopf gestellt. An Dating während Corona ist dabei nicht zu denken – oder doch? Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf unser Dating-Verhalten und könnte die Krise vielleicht sogar eine Chance für die Liebe sein?

In nur wenigen Wochen hat sich unser ganz normaler Alltag komplett geändert: Wir sollen mindestens 1,5 Meter Abstand halten, uns nicht mehr in Gruppen treffen und das Haus möglichst nur verlassen, um Einkäufe zu erledigen und an die frische Luft zu gehen. Das diese Maßnahmen nötig sind, um Corona einzudämmen, zeigen die Statistiken: Während wir am 1. März noch 117 Infizierte und keinen einzigen Todesfall in Deutschland hatten, sind es am 23. März bereits fast 25.000 Infizierte und 94 Todesfälle. Bei unseren europäischen Nachbarn ist die Lage teilweise noch dramatischer. So sind in Italien inzwischen mehr Menschen als in China an dem Virus gestorben und die Lage ist und bleibt prekär. (Unter hier finden Sie Live-Statistiken.)

In den nächsten Wochen soll Deutschland deswegen auf Kontakte verzichten. Hauspartys sind nicht gestattet, Restaurants, Bars und Clubs bleiben geschlossen und Essen kann man sich nur noch liefern lassen. Doch wie soll man in Zeiten des Social Distancing als Single überleben? Es scheint ganz so, als stünden schwere Zeiten an für die Suche nach der großen Liebe.

Online Dating und Corona: Gute Chancen

Sieht man sich allerdings auf den Datingseiten und in den Apps um, so zeigt sich:  Gerade jetzt wird fleißig geflirtet. Schließlich haben jetzt alle mehr Zeit zu Hause und gerade die, die alleine wohnen, sehnen sich nach Kontakten und einem Partner. Aktuelle Zahlen belegen, dass wir in Europa zu Zeit noch mehr online unterwegs sind als sonst, um die freie Zeit mit Netflix, Sozialen Netzwerken und Online Dating zu füllen.

Laut einer Umfrage der Dating-App Jaumo Mitte März, haben seit dem Ausbruch des Coronavirus allerdings rund 25 Prozent der deutschen Frauen Dates abgesagt. Bei den Männern waren es nur rund 14 Prozent. Parship verzeichnet hingegen bisher keine großen Veränderungen, wenn es um die Aktivität der Nutzer geht: Bislang gäbe es nicht mehr Neuregistrierungen als vorher. Allgemein rät die Partnervermittlung seinen Nutzern Social Distancing bei Dates strikt einzuhalten: Auf Umarmungen sollte man verzichten und Küssen ist sowieso erstmal tabu. Schließlich handelt es sich bei Covis-19 um eine Tröpfcheninfektion.

Singles sollten diese Zeit wohl am besten nutzen, um erstmal online besonders tiefe Verbindungen aufzubauen. Dates in der nächsten Bar sind aufgrund der derzeitigen Schließungen tabu, dafür kann man aber ausgiebig chatten, telefonieren und facetimen. Dazu raten auch die Betreiber der Dating-Plattformen. Gerade wer etwas Ernsthaftes suchst, siebt so auch direkt die Kandidaten aus, die nur ein Abenteuer suchen und keine Lust auf tiefgründige Gespräche haben. Solange man die Regeln einhält, darf man sich aber ja trotzdem noch laut der Bundeskanzlerin mit maximal einer Person außerhalb der eigenen vier Wände treffen. Solange die 1,5 Meter Abstand eingehalten werden und auf direkten körperlichen Kontakt verzichtet wird, stehen Dates an der frischen Luft, zum Beispiel beim Spazierengehen, nichts im Weg. Daher scheinen die nächsten Wochen eher ein Vorteil für alle zu sein, die sich gegenseitig wirklich kennen und lieben lernen wollen. 

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Coronakrise als Liebesprobe

Doch auch für all diejenigen, die gerade eine frische Beziehung eingegangen sind, ist die derzeitige Lage einzigartig. Treffen werden Paare sich fast ausschließlich zu Hause und dabei sicher viel Zeit im Bett verbracht. Sex ist schließlich der perfekte Langeweile-Killer und hilft außerdem dabei Stress und Sorgen abzubauen. In den sozialen Netzwerken kursieren bereits mehrere Memes, die einen regelrechten Babyboom in neun Monaten vorhersagen.

Viel Zeit zu zweit bedeutet aber auch mehr Reibungsfläche. Ähnlich wie beim ersten Urlaub, bei dem Paare 24 Stunden aufeinander sitzen, wird es auch jetzt sein: Die Masken fallen und Frischverliebte werden ihren Partner das erste mal ohne rosarote Brille zu sehen bekommen. Der ultimative Beziehungstest also, den vermutlich nicht jeder überstehen wird. Andere werden sich hingegen ihrer Liebe noch mehr bewusst und näher zusammenwachsen.

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Karin

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