Parship im 24 Stunden Praxistest

Parship im 24 Stunden Praxistest

Parship ist Deutschlands Partnerbörse Nummer Eins. Doch wie steht es tatsächlich um die Qualität der Partnervermittlung? Wir haben die Partnervermittlung 24 Stunden lang getestet und vor allem geguckt, wie viele Kontaktanfragen in dieser Zeit eintrudeln.

24 Stunden lang haben wir Parship an einem Samstag von 10 Uhr bis Sonntag 10 Uhr auf Herz und Nieren geprüft. Unser Test wurde von einer 30-jährigen Frau durchgeführt, die lediglich auf Kontaktanfragen reagiert hat. Wir haben keine Premium-Mitgliedschaft, sondern die kostenlose Basis-Mitgliedschaft genutzt. Im Protokoll seht ihr, was unser Test ergeben hat:

10:00 Uhr

Via E-Mail melde ich mich schnell und einfach an. Ich könnte auch meinen Facebook-Account nutzen, wenn ich wollte. Nach der Registrierung werde ich direkt auf den wissenschaftlichen Persönlichkeitstest weitergeleitet. Mir wird empfohlen mir etwa 20 Minuten Zeit zu nehmen und locker und spontan zu antworten. Na dann mal los.

10:03 Uhr

Nach drei Minuten habe ich es bereits die ersten 15% beantwortet. Die Fragen beziehen sich vor allem auf meine Vorstellungen von einer Beziehung und sind sehr allgemein gehalten. Mir wird mitgeteilt, dass im Anschluss Fragen zu Vorlieben und Interessen folgen. Denn „So führen wir mit unserem Matching genau die Menschen zusammen, die am besten zueinander passen.“

10:13 Uhr

Ich habe weitere 42 % des Tests geschafft. Als nächstes werden mir Bildpaare vorgelegt, aus denen ich das Bild wählen soll, das mir am meisten zusagt.

10:16 Uhr

Das ging flott! Ich habe jetzt mehr als die Hälfte des Tests geschafft. Bislang macht es ehrlich gesagt Spaß und ich bin bereits gespannt auf mein Ergebnis. Aber erstmal weiter mit den restlichen Teilen. Als nächstes soll ich Fragen zu meinen Gewohnheiten und Ansichten im Alltag beantworten. Parship hält mich nochmal an ehrlich zu sein, denn das erhöhe „erheblich die Chance auf eine harmonische und dauerhafte Partnerschaft.“

10:25 Uhr

Langsam reicht es mir und ich will endlich mein Ergebnis sehen. Ein Fragenblock steht noch offen. Also los, damit ich endlich meine ersten Vorschläge erhalte!

10:28 Uhr

Geschafft. Endlich habe ich den Test komplett ausgefüllt. Insgesamt habe ich 25 Minuten gebraucht – voll okay wie ich finde, aber man braucht definitiv seine Ruhe für den Test. Ich hätte ihn aber auch unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortführen können. Mir wird mitgeteilt, dass mir das Ergebnis in wenigen Minuten zur Verfügung steht und ich eine E-Mail mit einem Bestätigungslink bekommen habe. Direkt checke ich meine E-Mails und klicke auf den Link. Danach kann ich direkt mein Profil ausfüllen.

10:34 Uhr

Nachdem ich einige allgemeine Angaben, unter anderem zu meiner Körpergröße und meinem Wohnort, gemacht lade ich ein Foto hoch. Andere Mitglieder sehen es nur verschwommen und ich kann selbst entscheiden, wem ich es freigebe. Danach soll ich zwei vorgegebene Fragen auswählen und kann  diese in einem Freitextfeld beantworten. Ich entscheide mich für „Darüber kann ich lachen“ und „Ich wünschte, ich könnte“. Ich kann ptional noch ein persönliches Zitat angeben, entscheide mich allerdings dagegen.

10:39 Uhr

Endlich werden mir meine ersten Partnervorschläge angezeigt! Direkt sehe ich, dass ich vier Nachrichten erhalten habe. Huch, das ging ja richtig schnell! Außerdem habe ich direkt 143 Partnervorschläge. Ich entscheide mich mir erstmal die Nachrichten durchzulesen und sehe direkt, dass ich mein Profil zu mindestens 50 Prozent ausfüllen muss, um antworten zu können. Ich fülle mein Profil also noch weiter aus und entscheide mich, mich erstmal anderen Dingen zuzuwenden. Ich werde abends nochmal reingucken.

20:34 Uhr

Als ich mich erneut einlogge, hat sich die Anzahl der Nachrichten um einiges vervielfacht! Sage und schreibe 43 Nachrichten sind inzwischen in meinem Postfach gelandet. Ich scanne erst einmal alle Anfragen ab. Ein 34-Jähriger Baubeamte hat mir ein „Lächeln“ geschickt. Vom 37-jährigen Sozialpädagogen gibt es ein Kompliment für mein (nicht für ihn freigegebenes und damit verschwommenes) Foto. Daneben habe ich mehrere „Eisbrecher-Fragen“, „Fotofreigaben“ und Persönliche Nachrichten erhalten. Ich entschließe mich, zumindest ein paar interessanten Kontakten zurückzuschreiben und beginne mir die Nachrichten durchzulesen.

20:40 Uhr

Nachdem ich mir ein paar Nachrichten durchgelesen habe, beschließe ich die sogenannten „Eisbrecher-Fragen“, die mir ein 30-jähriger Branddesigner geschickt hat, zu beantworten. Am Ende haben wir 3 von 5 Übereinstimmungen – schon mal nicht schlecht. Als Wetteinsatz könnte ich meine Fotos freigeben, würde aber vorher gerne noch etwas mehr über ihn erfahren. Also schicke ich ihm ein unverbindliches Lächeln. Ich wende mich wieder den anderen Nachrichten zu.

20:45 Uhr

Erfreulicherweise sind die meisten Nachrichten sehr höflich und gefallen mir gut. Manche schreiben zwar sehr kurz, stellen aber direkt Fragen. Andere schreiben mir regelrechte Romane. Unangemessene Nachrichten erhalte ich aber tatsächlich keine. Ich beschließe einem 32-Jährigen Projektmanager zu antworten, da seine Nachricht durchscheinen lässt, dass er sich mein Profil genau angesehen hat.

20:47 Uhr

Noch während ich schreibe, trudeln bereits die nächsten Nachrichten ein. Es ist wirklich schwer da noch hinterherzukommen. Schnell wird klar, dass die „Eisbrecher-Fragen“ äußerst gerne verschickt werden. Macht ja auch Spaß – und man bekommt eine Chance auch als Nicht-Premium Fotos der anderen zu sehen. Aber erstmal schicke ich dem Projektmanager meine Nachricht, bevor ich einige „Eisbrecher-Fragen“ beantworte.

20:55 Uhr

Mit einem Sportjournalisten habe ich nur zwei von fünf Übereinstimmungen bei den Eisbrecher-Fragen. Mit einem Physiker hingegen ganze fünf! Die Fragen machen mir wirklich Spaß und ich beantworte deswegen noch ein paar weitere. Mir fällt auf, dass ich fast ausschließlich die direkten persönlichen Nachrichten und Eisbrecher-Fragen anklicke und lese. „Lächeln“ interessieren mich nur bedingt an und ich ignoriere sie falls nicht noch eine Nachricht hinterherkommt.

21:00 Uhr

Ein 32-jähriger Apotheker, mit dem ich nur eine von fünf Übereinstimmungen bei den Fragen hatte, schickt mir eine amüsante Nachricht. Sympathisch, also beschließe ich zu antworten. In der Zwischenzeit bekomme ich auch eine Nachricht von einem 31-jährigen Kaufmann. Der möchte aber nur mit Foto-Freigabe schreiben. Da mir sein Profil und das, was ich unter dem verschwommenen Bild erkenne, nicht zusagt, entscheide ich mich gegen eine Antwort.

21:02 Uhr

Während ich auf eine Antwort vom Apotheker warte, checke ich nochmal meine Partnervorschläge. Inzwischen sind es sage und schreibe 2.938 Stück! Ich beschließe meine Sucheinstellungen anzupassen und die Vorschläge zu sortieren. Das Alter passe ich auf 29 bis 38 Jahre an, außerdem suche ich nach einem Nichtraucher, der zumindest 1,81 Meter groß ist. Eine Umkreissuche kann ich als Nicht-Premium leider nicht starten. Und auch Sortieren lassen sich die Vorschläge nur als Premium. Nun gut. Dann zurück zu den Nachrichten. Der Apotheker hat geantwortet!

21:03 Uhr

Leider ist es mir nicht möglich, seine Antwort zu lesen. Dafür müsste ich Premium-Mitglied sein. Schade, ich hätte gerne noch etwas weiter geschrieben um die Plattform testen zu können, ohne direkt zahlen zu müssen. Ich beschließe mich etwas anderem zuzuwenden und später noch einmal reinzuschauen.

Kurz vor dem schlafen gehen gucke ich noch ein letztes Mal rein um zu sehen, ob ich neue Nachrichten erhalten habe habe. Tatsächlich sind acht neue eingetrudelt, unter anderem hat der Branddesigner geantwortet, mit dem ich zum ersten Mal die Eisbrecher-Fragen durchgespielt habe. Er geht in seiner Nachricht direkt auf einen Fakt aus meinem Profil ein, also beschließe ich zurückzuschreiben.

22:10 Uhr

Nachdem ich mir auch die restlichen Nachrichten durchgelesen habe, beschließe ich es für heute gut sein zu lassen.

09:50 Uhr

Nach einem ausgiebigen Frühstück, logge ich mich nochmal ein um zu sehen, was in der Zwischenzeit passiert ist. Tatsächlich habe ich über Nacht nochmal acht neue Nachrichten bekommen.

10:00 Uhr

Nachdem ich noch mal ein paar Eisbrecher-Fragen beantwortet habe, checke ich nochmal meine Partnervorschläge: Es sind „nur noch“ 772. Vermutlich liegt das daran, weil ich meine Sucheinstellungen angepasst habe. Ich sehe mir ein paar Profile an und entdecke tatsächlich viele Gemeinsamkeiten. Der Persönlichkeitstest scheint also zu funktionieren.

Abschließendes Fazit: Die Eisbrecher-Fragen gefallen mir richtig gut und sind ein toller Weg um in Kontakt zu treten. Dagegen gehen „Lächeln“ und Komplimente für Profilangaben eher unter. Die persönlichen Nachrichten, die ich erhalten habe, waren durchgehend sympathisch und höflich. Hier scheint es den Männern wirklich um die ernsthafte Suche zu gehen. Schade ist nur, dass ich als Nicht-Premium nur bedingt weiterschreiben kann. Es wäre schön wenn man die Nachrichten-Funktion zumindest für einen oder zwei Tage in vollem Umfang testen könnte. Auffallend sind zumindest die vielen Nachrichtenanfragen und die zahlreichen Matches: Gleich 3000 Partnervorschläge nach einem Tag! Das ist eine ganze Stange, da wird es allerdings auch schwer den Überblick zu behalten. Selbst durch meine Anpassungen der Suchmaske sind es immer noch 772 Partnervorschläge. Kein Wunder, dass Parship die Nummer Eins ist: Man erhält direkt Kontaktanfragen und kann sich die besten gezielt herauspicken. Was mich hingegen wirklich gestört hat: Für jede einzelne Kontaktanfrage (Nachrichten, Lächeln, Eisbrecher-Fragen etc.) habe ich eine einzelne E-Mail erhalten. Mein Postfach war also regelrecht zugepflastert mit Parship-Mails. Wer das verhindern möchte, sollte die E-Mail-Benachrichtungen direkt nach der Registrierung in den Einstellungen abstellen.

Sebastian

Sebastian

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